#29 Woche Umgang mit Lob und Anerkennung

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Im Wochenthema wird jede Woche ein bestimmtes Thema besprochen.
Trazor
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#29 Woche Umgang mit Lob und Anerkennung

Beitrag von Trazor » Montag 17. Juli 2017, 15:44

Hallo,
Ich stelle mal dieses Thema in den Raum. Fragen die sich stellen könnten wären zum Beispiel:
Wie gehe ich damit um wenn andere mich loben? Kann ich das Lob anderer annehmen? Kann ich mich selbst loben? Wenn ja, wie zb mit welchen Sätzen und in welcher Form und für was lobe ich mich?

Naja vielleicht möchte ja jemand von seinen Erfahrungen bzw seiner Meinung zu dem Thema berichten. Für mich hat es einen aktuellen Bezug, ich habe mir selbst für diese Woche vorgenommen mich zu loben was ich sonst nicht mache.

Wenn andere mich loben löst das bei mir oft alte Glaubenssätze aus, ich frage mich dann ob die Person das ironisch meint und sich über mich lustig macht und bin verwundert darüber dass andere nicht das selbe Bild wie ich von mir haben. Es anzunehmen fällt mir sehr schwer.

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fauna
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Re: #29 Woche Umgang mit Lob und Anerkennung

Beitrag von fauna » Montag 17. Juli 2017, 16:55

:D - Jetzt wollte ich gerade ein neues Wochenthema starten. Du bist mir zuvor gekommen. Aber ich finde es super! Das Thema von dir, liebe Trazor ist ein Dauerbrenner bei mir. - Danke für das Eröffnen! :)
Wie gehe ich damit um wenn andere mich loben?
Ich mache grosse Unterschiede bei verschiedenen Menschen und in verschiedenen Situationen, wobei ich vielleicht noch genauer schreiben darf, dass ich Lob (fast) mit Anerkennung gleich setze. Echtes Lob ist echte Anerkennung für mich. -

Wenn ich zurück denke haben mir zwei ehemalige Sonderschüler/innen Rückmeldungen in Form von Lob gegeben, die mir sehr viel gebracht haben: Ein Schüler meinte, dass es für ihn gut gewesen ist, dass er bei mir wirklich gemerkt hat, dass ich mich über jeden Fortschritt eines Kindes der Klasse gefreut habe. Eine Schülerin fand, dass sie niemanden kennt, der so gut unterstützen kann, Konflikte friedlich zu lösen. - Beides hat mich sehr gefreut, denn es kam spontan und das Lob der beiden trifft / traf zwei sehr wichtige Werte von mir.

Oft hör(t)e ich Lob gar nicht, sondern Kritik. - Sogar dann, wenn ganz klar sehr grosses Lob ausgedrückt wurde. Es war ziemlich krank. Noch jetzt habe ich ein sehr offenes Kritikohr. Anerkennung höre ich fast nicht oder ich glaube nicht, dass es ernst gemeint ist. Was du schreibst, könnte von mir sein:
Wenn andere mich loben löst das bei mir oft alte Glaubenssätze aus, ich frage mich dann ob die Person das ironisch meint und sich über mich lustig macht und bin verwundert darüber dass andere nicht das selbe Bild wie ich von mir haben. Es anzunehmen fällt mir sehr schwer.
Kann ich das Lob anderer annehmen?
Wenn andere mir wirklich Lob und Anerkennung geben, löst das meistens grossen Schmerz in mir aus. Es tut sehr weh und es ist fast einfacher, es nicht anzunehmen. Aber ich übe... Wenn ich den Schmerz spüre, nehme ich es als Zeichen, dass es Zeit ist, mich der Anerkennung zu öffnen und auch dem Schmerz, den ich fühle.
Kann ich mich selbst loben?
In letzter Zeit geht es wirklich besser. Oft kommt spontan eine Selbstanerkennung bei mir an. Z.B. nach der Arbeit fühlte ich schon sowas, aber auch vergangene Woche, als ich auf dem Piz Kesch stand (auf einem Berg, der doch einiges fordert an Ausdauer und Mut). Manchmal werte ich mich noch sehr ab, auch wenn die Leistung eigentlich gut war. Damit kann ich aber mittlerweile besser umgehen. Ich lasse diese Kritik- und Selbstabwertungsgedanken vorbei ziehen und weiss, dass es mir bald wieder besser geht.
Wenn ja, wie zb mit welchen Sätzen und in welcher Form und für was lobe ich mich?
Hmm... z.B. Das hast du jetzt aber wirklich gut gemacht! Oder: Cool! - Ich merke, dass der Tonfall wichtig ist, damit es auch wirklich etwas in mir auslöst.
Ich lobe mich, wenn ich nicht aufgebe, wo ich früher aufgegeben hätte oder auch wenn ich merke, dass ich mich fertig mache, sondern mir einen Fehler zugestehe.
Mittlerweile kann ich auch anerkennen, wenn ich gut arbeite in der Schule oder im Haushalt - oder wenn ich mir für meine Schwiegermutter (97) Zeit nehme.
Ja, und ich kann jetzt auch anerkennen, wenn ich einen Konflikt in Kauf nehme, um zu mir selber zu stehen. (Früher machte ich mich fertig.)
Für mich hat es einen aktuellen Bezug, ich habe mir selbst für diese Woche vorgenommen mich zu loben was ich sonst nicht mache.
Super! Ich mache mit! - Danke fürs Motivieren! :)

Ich würde mich freuen, wenn wir austauschen würden, wie es so läuft, wo es uns gelungen ist etc.

Liebe Grüsse
Fauna
Vielleicht kann ich zu etwas Neuem beitragen. Vielleicht kann ich mehr Energie aufbringen und mehr teilhaben. Vielleicht besitze ich mehr Kraft, als ich mir vorstelle.

Vertrauen ist eine Entscheidung!

Ich bin ich - und ich mag mich! :)

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Re: #29 Woche Umgang mit Lob und Anerkennung

Beitrag von gospelsinger » Montag 17. Juli 2017, 17:26

Bei mir ist Lob auch ein schwieriges Thema. Wenn mir jemand etwas Nettes sagt, oder sogar Fähigkeiten (oder noch schlimmer Aussehen) lobt, löst das große Traurigkeit aus und ich kann selten die Tränen zurückhalten. Oft glaube ich auch, dass mir Nahestehende etwas Nettes sagen, weil sie meinen, dass es die Höflichkeit erfordert. Annehmen geht auf jeden Fall nicht.

Und wenn ich auf die Idee komme, mich selbst zu loben, wenn etwas gut gelungen ist, habe ich da Gefühl, dass ich angebe oder im Gegenzug Komplimente von anderen erwarte oder mich lächerlich mache.

Andere loben kann ich dagegen hervorragend.
Die Gedanken sind es, die das Leben des Menschen glücklich oder unglücklich machen.
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Re: #29 Woche Umgang mit Lob und Anerkennung

Beitrag von Fanti » Montag 17. Juli 2017, 19:13

Zuerst:
@fauna
Kinderworte sind so ehrlich und geben was, was Täter nicht geben - Ehrlichkeit.

Ich kenne den Schmerz auch bei Lob. Mir wird dann bewusst, dass Menschen, die nicht meine Familie sind, mich mehr wertschätzen als eben diese. Das tut weh.
Aber oft bin ich auch gerührt :oops:

Lob anzunehmen fällt mir oft schwer. Wenn es mir gut geht, kann ich es aber auch annehmen. Oft denke ich "Ich bin zwar scheiße, aber wenn sie mich okay findet, darf sie das". Ich bewerte es einfach nicht, sondern gestehe dem Gegenüber zu, dass er anders über mich denkt als ich.
Ich habe oft Angst, dass mich jemand nur lobt, weil er mich nich gar nicht richtig kennt (denn dann würde er nicht mehr finden, was lobenswert ist...).
In Foren ist es schwierig für mich, weil ich denke "Na die müssen das ja sagen, die können ja nicht sagen, ich male hässlich" oder so. Auch bei Therapeuten denke ich, dass die das tun müssen, weil sie nicht sagen können "Boah Fanti, sind Sie eine Versagerin".

Aber mir tut es gut. Ich sauge es auf wie ein Schwamm, weil ich Nachholbedarf habe. Bei mir wirken minikleine Gesten und Worte. Wenn hier jemand anfängt mit "Liebe Fanti", dann sauge ich das "liebe" auf und es fühlt sich gut an. Weiß nicht, ob das verständlich ist.

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Re: #29 Woche Umgang mit Lob und Anerkennung

Beitrag von Edam » Montag 17. Juli 2017, 19:58

Früher viel mir das auch schwer, wenn zu mir jemand was nettes gesagt hat, das anzunehmen...aber heute genieße ich es! (das hat aber viel mit der Traumatherapie und vor allem der Ergotherapie in der Gruppe zu tun, dort gabs viel Lob/Anerkennung wegen meiner Bilder und irgendwann hat es mich unheimlich stolz gemacht und mußte ich es annehmen, weils ja ständig kam...alles nur Übungssache und weil ich ne zeitlang nicht mehr zeichnen konnte und das eben das einzige war, was ich konnte bis dato und sehr erleichtert war, daß es wieder ging) :D
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fauna
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Re: #29 Woche Umgang mit Lob und Anerkennung

Beitrag von fauna » Montag 17. Juli 2017, 21:59

Liebe Fanti
Das finde ich super:
......gestehe dem Gegenüber zu, dass er anders über mich denkt als ich.
:)

Anerkennen, dass andere anders denken über mich (und genauso recht haben damit wie ich selber!) das gefällt mir sehr.

Liebe Grüsse
Fauna
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Re: #29 Woche Umgang mit Lob und Anerkennung

Beitrag von fauna » Montag 17. Juli 2017, 22:02

Lieber Edam
Gratuliere zu deinen Schritten bezüglich Lob annehmen und geniessen!
Liebe Grüsse
Fauna
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Re: #29 Woche Umgang mit Lob und Anerkennung

Beitrag von Edam » Dienstag 18. Juli 2017, 09:53

Danke fauna...war aber auch ein langer Weg, aber es hat sich gelohnt. ;)

Seit der Traumatherapie merke ich Grenzen und Wünsche erst richtig und kann diese ansprechen, aber eben auch Bedürfnisse und Anerkennung umsetzen und annehmen.Dadurch erfahre ich mehr über mich selbst und kann enstprechend ganz anders und neu auf sowas reagieren, es werden ja nicht nur die eigenen Fehler/schlimmen Dingen im Leben klar, sondern auch was einem positiv ausmacht und gut tut.(sich bei guten Rückmeldungen klein halten bedeutet eben auch, es bei den negativen genauso zu tun)
...out of order...

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Re: #29 Woche Umgang mit Lob und Anerkennung

Beitrag von fauna » Dienstag 18. Juli 2017, 15:12

Ich war heute in der Schule und habe vier Stunden aufgeräumt und ein neues Ordnungssystem gemacht. :) - Jetzt beim Aufschreiben kann ich sehen, dass das eine gute Leistung war/ist.
Beim Arbeiten selbst war es eher schwierig, anzuerkennen, dass es da etwas zu loben gibt. Nun versuche ich es im Nachhinein. Leider ist es mir nicht möglich, auch wenn mein Verstand weiss, dass da wirklich Grund dazu gäbe. - Also mache ich einen zweiten Versuch und anerkenne, dass ich es nicht fühlen kann, dass ich mich aber trotzdem loben kann, auch wenn es (noch) nicht ankommt. Ich habe mich auf das Ordnen und Ausmisten eingelassen, das würde ich bei allen anderen anerkennen. - Es ist leider leer in mir. - Wenigstens vom Verstand her weiss ich, dass das gut war. Froh über die Ordnung bin ich alleweil.... - Ui, jetzt weiss ich, warum kein Lob da ist: es ist ein Ordnungssystem nicht nur für mich, sondern auch für zwei meiner Kolleg/innen, die einen ähnlichen Job machen: Ich habe das Archiv aufgeräumt. - Ich habe Angst vor negativer Kritik. Also freue ich mich nicht an meiner Leistung, denn sie könnte ja noch runtergemacht und ich damit enttäuscht werden.

Angst vor Enttäuschung hindert mich davor, mich angemessen selber zu loben. - Ok. - Aber DAS, dass ich dies erkennen und anerkennen konnte, dafür kann ich mich loben - und das kann ich sogar annehmen... - Es hat mich mir selber etwas näher gebracht. - Super, liebe Fauna! :)

Ich bin zufrieden. :)
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Re: #29 Woche Umgang mit Lob und Anerkennung

Beitrag von gospelsinger » Dienstag 18. Juli 2017, 19:58

Ja, Ordnung ist auch in meinem Leben ein wichtiger (Wohlfühl-)Faktor. Sie verschafft Überblick und Sicherheit.

Toll gemacht, Fauna!

Apropos Loben: mein Mann (Nein, ich habe nicht mal einen Nickname genannt, sondern dich eine Teilnehmerin aus meinem Forum genannt) war angemessen beeindruckt von deiner Tour auf den Piz Kesch. Er war letztes Jahr dort und hält ihn für einen der anspruchsvolleren Berge. Auch dafür darfst du dich ruhig loben. Überhaupt, sich aufzuraffen und etwas anzupacken. Schulter klopfen und sagen: Das hast du gut gemacht!
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Re: #29 Woche Umgang mit Lob und Anerkennung

Beitrag von fauna » Mittwoch 19. Juli 2017, 07:06

Danke, liebe Gospelsinger

:D Jaaa, der Piz Kesch ist ein toller Berg. Der Rucksack mit Anseilgurt, Karabiner und Pickel ist einfach etwas schwer. Zum Glück trägt mein Mann jeweils das Seil. 8-) -
Der Piz ist ein Berg, den ich mit meinem Mann zusammen alleine besteigen kann. Wir gehen gerne auf kombinierte, einfache Touren. Piz Bernina und Palüüberschreitung haben wir mit einem Führer gemacht. Gibt halt mehr Sicherheit.

Auf dem Piz Kesch habe ich mich nicht gelobt, ABER ich war echt glücklich und stolz auf mich. - Super Gefühl! - Lob brauchte ich da wirklich nicht. Die Freude hat genügt.

Nochmals danke, liebe gospelsinger für deine Anerkennung und dein Lob! - Ich kann es sogar annehmen und mich darüber freuen! - Ich habe kein Problem, wenn du was weitererzählst. Grundsätzlich schreibe ich im Internet nur, was meine Nachbarn hier in meinem Dorf wissen dürfen.
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Re: #29 Woche Umgang mit Lob und Anerkennung

Beitrag von Tafel » Mittwoch 19. Juli 2017, 09:24

Lob ist für mich immer noch schwierig, sowohl von anderen als auch von mir selbst. Es gibt ein paar Bereiche, da kann ich Lob relativ gut annehmen, ohne es dann einzuschränken. Das betrifft das Kochen und Backen. Ich kann tatsächlich ganz gut kochen und backen. Ich neige aber auch hier dazu, wenn mich jemand für etwas lobt, zu sagen, dass ich es noch besser hätte machen können. Ich bin dabei, mir das abzugewöhnen, auch um nicht immer wieder in diesen Hang zu Perfektionismus zu verfallen. Aber das geht nur in kleinen Schritten. Für mich ist es weiterhin schwer, für etwas gelobt zu werden, das mir leicht fällt. Es gibt immer noch diese Haltung, dass etwas nur gut sein kann, wenn ich mich dafür anstrengen muss. Ich möchte gerne dahin kommen, mich darüber zu freuen, dass mir manche Dinge so leicht fallen und ich sie gut kann. Bei meinen Kinder habe ich es geschafft, dass sie aus vollem Herzen sagen können, dass sie etwas gut können. Sie sind in der Lage, sich selber zu loben und ihre Fähigkeiten anzuerkennen.

Manchmal kann ich Lob schlecht aushalten, das tut dann fast weh und ich kämpfe mit den Tränen. Das ist dann fürs Gegenüber nicht so leicht. Zum Glück habe ich ein paar Freundinnen, die damit gut umgehen können.

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Re: #29 Woche Umgang mit Lob und Anerkennung

Beitrag von fauna » Mittwoch 19. Juli 2017, 10:51

Liebe Tafel
Ich kenne vieles von dem, was du schreibst sehr gut. - Sogar das mit dem Kochen und Backen... :D
Tafel hat geschrieben:
Mittwoch 19. Juli 2017, 09:24
Manchmal kann ich Lob schlecht aushalten, das tut dann fast weh und ich kämpfe mit den Tränen. Das ist dann fürs Gegenüber nicht so leicht. Zum Glück habe ich ein paar Freundinnen, die damit gut umgehen können.
Ja, das geht mir auch so, vor allem, wenn ich für etwas gelobt werde, das mir wirklich sehr wichtig ist. Schön, dass du solche Freundinnen hast.

Liebe Grüsse
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Re: #29 Woche Umgang mit Lob und Anerkennung

Beitrag von Pitti » Donnerstag 20. Juli 2017, 15:50

Ich bekam gestern den Tipp, immer einen Euro in ein Schwein zu werfen, wenn ich mich selber runtermache. Aber soviel Geld habe ich ja gar nicht. ;)
Yesterday's a closing door.
You don't live there anymore.
Say goodbye to where you've been.
And tell your heart to beat again.

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Re: #29 Woche Umgang mit Lob und Anerkennung

Beitrag von fauna » Donnerstag 20. Juli 2017, 16:38

Wow Pitti... :lol: :lol: :lol:
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