34//Psychopharmaka/Medikamente

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Im Wochenthema wird jede Woche ein bestimmtes Thema besprochen.
Fanti
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34//Psychopharmaka/Medikamente

Beitrag von Fanti » Montag 21. August 2017, 23:15

Nagut...wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Ich habe Dregs Thema aufgegriffen.
Medikamente

Nehmt ihr Antidepressiva?
Wenn ja, helfen sie, und woran merkt ihr das? Wenn nicht, warum nicht (mehr)?

Habt ihr Bedarf?
Wenn ja, wann nehmt ihr den?
Wenn nicht, warum nicht (mehr)?

Habt ihr Erkrankungen, die es nötig machen, dauerhaft Medis zu nehmen (Shizophrenie, Restless Legs, Bluthochdruck... z.B.)?
Wie geht's euch damit?

Das sind zumindest Dinge, die mich intetessieren :oops:

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Edam
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Re: 34//Psychopharmaka/Medikamente

Beitrag von Edam » Dienstag 22. August 2017, 10:37

Jep...ich nehm seit Jahren Antidpressiva!

Wirklich glücklich bin ich damit nicht, aber wenn es anders nicht geht, dann muß es eben sein und habe ich schon einige durchprobiert, verscheidene genommen.Ich selbst habe zwar immer ne gute Wirkung und komme oft auch mit leichten Dosierungen aus, aber dafür habe ich genauso gut immer Nebenwirkungen.(das nervt dann schon mit der Zeit)
Von daher habe ich auch schon einiges durchprobiert, ob es mit anderen Antidepressiva bez. der Nebenwirkungen besser ist...aber leider nicht wirklich.Des weiteren habe ich auch einige Antidrepessiva nur vorübergehend/zusätzlich zu anderen genommen, weil die Wirkung von den Medikamenten unterschiedlich ist und bei mir sich auch die Probleme geändert haben.(mal waren die Depressionen stärker, dann wieder die Angst usw. und manche Medikamente wirken eher antidepressiv/antriebsteigernd, andere beruhigend)

Derzeit nehme ich nur noch ne geringe Menge von Opipramol zur Nacht...ist eigentlich ein Dauermedikament geworden seit ich durch eine jahrelange Retraumatisierung Dauerpanikzustände bekommen habe.(die Dosis ändert sich nur immer mal wieder je nach Schwere der Probleme)

Die Hoffnung war mal, daß ich die Medikamente wieder absetzen kann...leider hat das nicht geklappt bis dato.
...out of order...

Dreg
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Re: 34//Psychopharmaka/Medikamente

Beitrag von Dreg » Dienstag 22. August 2017, 11:02

Als ich sehr krank war hätte ich mir gerne etwas gewünscht, was schnell wirkt...am liebsten hätte ich nur geschlafen.
Die Dauerspannung hat mich glaube ich auch körperlich etwas krank gemacht...wenn der Puls und der Blutdruck auf einmal hochgeht ohne ersichtlichen Grund.
Ich schaffe es einfach nicht Medikamente regelmäßig einzunehmen.
In letzter Zeit nehme ich vielleicht 3 Tabletten im Monat.
Manchmal merke ich die Wirkung.In meinem Kopf gehen immer wieder die gleichen Sätze durch den Kopf und dann kommt auch noch Ärger hinzu.
Das Medi schwächt den Ärger irgendwie ab....und man fühlt sich leichter.
Aber das ist nicht immer so......nachts kann es sein, dass ich extrem unruhig werde....immer wieder aufstehen, rumlaufen.....
von einer Seite auf die andere drehen.
Medikamente sind so unberechenbar für mich.
Anders beim Alkohol....den kann ich einschätzen und ich bin immer wieder erstaunt welch euphorisierende Wirkung er hat...
aber im Rausch merke ich auch.....so könntest du nicht arbeiten.....jetzt fängst du an wirklich Stuss zu schreiben...
Die Einnahme von Medis sind für mich echt problematisch und sie werden viel zu schnell und ohne vorsicht verschrieben.
Manche Therapien mancher Theras scheinen nur auf die Medis abzuzielen.
Medis sind für eigentlich auch Drogen.

Fanti
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Re: 34//Psychopharmaka/Medikamente

Beitrag von Fanti » Dienstag 22. August 2017, 11:07

Ich wehre mich total gegen Antidepressiva. Ich sage immer, wenn ich das erste Mal versucht habe, mir das Leben zu nehmen, reden wir da nochmal weiter.
Ich möchte einfach "da" sein, wenn ich in Therapie bin. Ohne gedämpftes Empfinden.
starke Triggerwarnung: Text mit Trigger trotzdem anzeigen!
Zumal mein Stiefvater mir früher inner TicTacs gab, damit ich "lieb" bin, wenn er ins Bett kam...
Das übertrage ich irgendwie. Als sei ich nur "lieb", wenn ich nicht depressiv bin.
Dennoch habe ich Promethazin und Tavor auf Bedarf zum Schlafen oder zum Runterkommen. Ich nutze bevorzugt Promethazin und das Tavor nur in Ausnahmefällen. Will ja nicht süchtig werden. Nebenwirkungen habe ich fast nie welche, und wenn ein Medikament wirkt, dann schon in sehr sehr geringer Dosierung. In der Psychiatrie wurde ich "Frau Bachblüte" genannt deswegen :D

Ich habe auch Bedarf für Migräne und das Restless Legs Syndrom. Gegen Übelkeit ist auch immer was da, weil ich das eine Phobie habe. Bevorzugt nutze ich homöopathische Mittel, auch weil ich nicht abhängig von eer Chemiekeule werden will. Also bei Übelkeit. Bei Migräne und Restless Legs fackel ich nicht lange, da nehme ich sofort was.
Bei meiner Hormonstörung sind wir ja noch am Probieren. Ich schätze mal, dass ich da mein Leben lang auf die Pille angewiesen sein werde. Finde ich blöd, aber ohne geht's halt gar nicht.

sahara
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Re: 34//Psychopharmaka/Medikamente

Beitrag von sahara » Dienstag 22. August 2017, 11:16

Medikamente ist ein wichtiges, aber auch schwieriges Thema.
Ich nehme seit langem verschiedene Psychopharmaka. begonnen mit einem SSRI Hemmer, der damals zur Behandlung der PTBS zugelassen war. Er sollte die Spitzen der Überflutungen und die Angst etwas nehmen. Als Krückstock sozusagen, für meine " hinkende" Seele.
Nach Ausbruch der Komplettsymptomatik und deren vielen Folgesymptomatiken sind wir auf ein angstlösendes AD umgestiegen. Venlafaxin(R)
Das wirkte irgendwann nicht mehr antidepressiv genug und die Stimmungseinbrüche waren sehr langanhaltend. Außerdem habe ich sehr an Gewicht zugenommen, was für das ohnehin schwierige Körperbild noch schwieriger war.
Es hat allerdings gut gegen die Angst und innere Panik geholfen. Das merkte ich nach dem Absetzen. Ich bin mehr am Fühlen, was ja eigentlich ein positiver Aspekt ist, wenn man damit umgehen gelernt hat.
Zur Antriebssteigerung sind wir dann auf Elontril umgestiegen. Das wirkt ganz gut, auch wenn ich nach langer Zeit immer das Gefühl habe, es mal ohne zu probieren. Damit man merkt, ob es noch seine Wirkung tut und es nicht auch ohne Tabletten gehen könnte.
Darauf mag sich meine Psychiaterin aber nicht einlassen.
Zur Nacht kam dann noch Valdoxan(R) dazu als schlafanstoßendes AD. Das wirkte gut. Die Nächte sind erträglicher seit dem, überwiegend. In Kombination mit Seroquel (R) sind die Spannungszustände besser geworden. Die Stimmung wechselt , aber das ist wohl normal.
Seroquel bereitet mir ab und an Sorgen. Tabletten sind ein schwieriges Thema für das Innensystem. Mehrfach habe ich versucht, die Dosis zu verringern und auch schon das Bedürfnis nach komplettem Absetzen gehabt und geäußert. Das ging leider nicht gut. Die Krisen waren deutlich mehr. Gerade das schlechte Schlafen ist belastend. Ich erwache nie erholt. Seit Jahren nicht. Aber abgestellt ist besser als ständig bewusst anwesend zu sein und die Alpträume bewusst da zu haben. Dafür bin ich dankbar, dass es da eine wirksame Medikation gab, nach vielen Fehlschlägen...
Der Kampf ums überleben fordert seinen Tribut . Die Medikamente als wirksame Waffen gegen die Suizidalität zu sehen, nicht als Allheilmittel, das sind sie nicht. Dafür muss der therapeutische Prozess weiter gehen. Abgelehnt habe ich andere Medikamente , die sich auch positiv auf die Depression auswirken sollen. Lithium war eine Option, die sie mir immer mal wieder empfiehlt... Geht nicht...
Bei Bedarf erhöhe ich das Seroquel. Tavor habe ich auch, aber damit schon schwierige Erfahrungen gemacht. Es nimmt im schlimmsten Fall meinen Rest an Selbststeuerungsfähigkeit und es kam zur Selbstverletzung in nicht mehr händelbarem dissoziativem Zustand. IM Akutfall bei Panik hat es schon geholfen. Es ist aber sehr negativ bei mir besetzt, weil vermutlich ein ähnliches Präparat der Benzodiazepine von den Tätern benutzt wurde.
Durch die Bearbeitung der Thematik bin ich aber jetzt " schlauer" , warum es so schwierig ist, dann die medikamentöse Hilfe einzusetzen.
Durch die langjährige Problematik hat sich auch körperlich einiges verändert, psychosomatische Probleme, die dann symptomatisch behandelt werden. Schmerzen, Magen-Darm .Problematik.... und eine sehr unangenehme Folge ist die gestörte Blasenentleerung, die mittlerweile auch medikamentöse Behandlung braucht. Gerade mache ich nach 5 Jahen Dauermedikation einen Absetzversuch, mit mäßigem Erfolg... Aber ich muss es wenigstens versuchen. Sonst kann man es ja nicht wissen ob durch die Auseinandersetzung mit den früheren Erfahrungen nicht eine Verbesserung der Körpersymptome einhergeht. So ist das Ziel. Keine Medikamente mehr....Gerade ersetze ich diesen Satz im Innen ,so wenig wie möglich, aber soviel wie nötig... . Nicht ,um uns "abzuschießen"
Das Thema wird noch weiter in der Therapie bearbeitet.

Ich komme ja aus dem Gesundheitsbereich und habe durch die berufliche Erfahrung mit Medikamenten eine eher bodenständige Einstellung dazu. Sie sind ein Krückstock oder Schwimmring. Es gibt sie. Ich darf mir damit Erleichterung verschaffen und Unterstützung.
Homöopathisch habe ich auch schon viele Sachen versucht. Für einige Dinge und Problematiken helfen sie , das habe ich selber erlebt und nutze sie. Für die Komplettsymptomatik der Ptbs sind sie unterstützend, aber alleine nicht ausreichend. So meine Erfahrung.

Medikamente sind für viele ein heikles Thema. Im Außenleben , im Freundeskreis, ist es schwer, damit offen umzugehen. Da schweige ich lieber.
Hat jemand schon Erfahrung mit Naltrexon (R) gesammelt? Das Medikament soll antidissoziativ wirken. Es wurde mir mehrfach von der Psychiaterin in der Klinik als auch der ambulanten Psychiaterin angeboten.
Habe den Mut zu leben, denn sterben kann jeder (Frida Kahlo)

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sternenstaub
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Re: 34//Psychopharmaka/Medikamente

Beitrag von sternenstaub » Dienstag 22. August 2017, 22:09

Hallo Sahara,

mit Naltrexon (R) haben wir selbst keine Erfahrung, aber in der Traumaklinik würde ich sagen war es ungefähr halbe/halbe. Also ungefähr der Hälfte der Patienten/innen die es probiert haben hat es geholfen, bei den anderen Hälfte musste es meist sofort abgesetzt werden. Es wird ja auch die Normaldosierung auf glaube ich 2 mg geteilt, um Dissoziationen zu behandeln.

Sollten wir nochmal Medikamente versuchen werden es auf jeden Fall nur im Schutz einer Klinik versuchen. Bis jetzt war alles wirkungslos, höchstens Leberstreik und Blutbildveränderungen gab es. Mit Gewichtszunahme hatten wir nie zu kämpfen. Erfahrungen gibt es mit Aponal, Anafranil, Pertofran, Dogmatil, Stilnox, Remestan. Man wollte uns zu den neueren AD überreden, sollte Duloxetin werden. Dafür sollten wir 6 Wochen in die Klinik gehen, da wir chronisch suizidal sind. Haben dann verzichtet.

l.g. sternenstaub

Lisi
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Re: 34//Psychopharmaka/Medikamente

Beitrag von Lisi » Donnerstag 24. August 2017, 12:29

Sahara`s und Edam`s und auch sternenstaub`s Medikamentenerfahrungen haben mich sehr an meine erinnert. Viel probiert, immer wieder verweigert bzw. abgesetzt, weil wirkungslos oder mit vielen/zu vielen Nebenwirkungen.
Geblieben ist ein AD seit gut zwei Jahren, womit alles etwas "leichter" wird, die Suizidalität weniger. Hier habe ich nach einem Absetzversuch gemerkt, WIE stark positiv sie doch wirken. Damit kann ich mittlerweile gut leben.
Fantis Sorge, das es eine Veränderung der Persönlichkeit oder ein Deckeln der Problematik zur Folge haben könnte hatte ich auch. Das ist nicht eingetreten. Es nimmt Stimmungsschwankungen/-spitzen nach unten und, im Gegensatz zu Venlafaxin (R) zum Beispiel, werden die positiven Emotionen nicht abgeschwächt. Mit einigen AD`s, so auch Venlafaxin (R) hatte ich das Gefühl, in einem "Einheitsbrei" zu schwimmen. Es gab keine Stimmungseinbrüche/suizidale Zustände mehr, aber auch keine Freude/positiven Momente, die ich als solche empfinden konnte.
Bei der Schlafproblematik hat auch mit viel Probieren bis heute nichts geholfen.
Benzodiazepine gibt es als Bedarf, wobei sie sehr selten genutzt werden. Grund sind schlechte Erfahrungen mit Abhängigkeitspotential schon nach relativ kurzer Einnahme in stationärem Rahmen.

Naltroxen (R) habe ich noch nicht probiert und erinnere mich auch an niemanden, der es kennt/nimmt.

Mit dem AD fühle ich mich gut eingestellt und sehe es auch als Hilfsmittel, um mit depressiven/suizidalen Zuständen besser zurecht zu kommen. Gerne würde ich darauf verzichten, aber nicht um jeden Preis.
Nebenwirkungen gibt es keine.
Zusätzlich brauche ich ein Schilddrüsenmedikament. Da eine Einnahme zu vergessen, hat ziemlich "umwerfende" Folgen. ;)
Sofort raubt es sämtliche Energie und ich bin am Sofa festgenagelt. Wird demzufolge auch sehr selten vergessen.

Sternenstaub, eure Sorge finde ich verständlich. Jeder reagiert anders auf Psychopharmaka und manchmal braucht es den Schutz im klinikschen Rahmen. Leider braucht es eine Zeit, bis sicher ist, wie und ob diese Mittel wirken. Bei so großen Nebenwirkungen, wie ihr sie beschreibt, würde ich auch skeptisch sein. Und ohne positive Wirkung, die den Nebenwirkungen gegenüber steht, macht es wohl keinen Sinn.

LG Lisi

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Tafel
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Re: 34//Psychopharmaka/Medikamente

Beitrag von Tafel » Sonntag 10. September 2017, 09:10

Ich hake mich bei dem Thema noch mal rein, weil ich in der Woche noch in Dänemark war. Ich habe nur Erfahrungen mit verschiedenen AD gemacht. Eins musste ich relativ schnell wieder absetzen, weil die Nebenwirkungen für mich zu gravierend waren (Schwindel, Übelkeit, Gefühl neben mir zu stehen). Bei den anderen war es so, dass sie ein zeitlang geholfen haben, die Hoffnungslosigkeit und die Suizidgedanken soweit einzudämmen, dass ich arbeitsfähig war. Nach ein paar Monaten ließ die Wirkung leider wieder nach. Ich glaube, ich habe keines der Medikamente wesentlich länger als ein Jahr genommen. Seit Juni nehme ich ein Lithium-Präparat und habe den Eindruck, dass es sehr stabilisierend wirkt. Ich bin noch nicht auf der sicheren Seite, aber es macht sich tatsächlich Hoffnung breit, dass es dauerhaft besser werden kann.

Ich kann für mich sagen, dass bei mir keins der Medikamente zu einer Persönlichkeitsveränderung oder einer Stimmungsnivellierung geführt hat. Das Absetzen war zum Glück immer ohne Nebenwirkungen, das kann wohl auch anders sein. In den Zeiten, in denen die Schlafstörungen besonders schlimm waren, hatte ich keine Arbeit, so dass ich das irgendwie ausgehalten bzw. mich mit dem fließbandmäßigen Lösen von Sudokus abgelenkt habe.

Gegen die Angst brauchte ich bisher keine speziellen Medikamente, da habe ich anscheinend Strategien, das ohne runterzufahren. Ich bin bisher zum Glück aber auch noch nie in einer Panikattacke gelandet. Ich weiß nicht, ob sich da der Verstand, über den bei mir sehr viel läuft, so rechtzeitig und machtvoll einschaltet, dass ich nicht tiefer rein rutsche. Vielleicht ist es auch ein Überlebensmechanismus, weil mich meine eigene zu große Angst töten bzw. in den Suizid treiben würde (spontane Theorie, ob das tatsächlich so sein kann, weiß ich nicht).

Schwierig ist für mich aktuell, an die regelmäßige Einnahme zu denken. Das funktioniert nur mit der Erinnerungsfunktion im Handy. Ich muss es zweimal am Tag zu festen Zeiten nehmen und bin oft zu abgelenkt, um alleine daran zu denken. Woran ich mich auch noch nicht gewöhnt habe, ist daran zu denken, Tabletten einzupacken, wenn ich zu den Einnahmezeiten unterwegs bin. In den Ferien hat mich meine jüngere Tochter daran erinnert.

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