35// Hilfreiche Literatur, Filme.... zum Thema PTBS und Folgen

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Im Wochenthema wird jede Woche ein bestimmtes Thema besprochen.
sahara
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35// Hilfreiche Literatur, Filme.... zum Thema PTBS und Folgen

Beitrag von sahara » Dienstag 29. August 2017, 10:59

Hallo alle zusamen, heute ist nun schon Dienstag. Deshalb hier der Themenvorschlag für diese Woche...
Literatur zum Thema
Filme zum Thema...
andere Medien...


Was hat euch geholfen, euch besser zu verstehen?
Was war weniger hilfreich
Welche professionellen Bücher zum Thema gibt es, sind euch bekannt?
Und ist es hilfreich sich mit Fachliteratur zu befassen oder verunsichert es noch mehr?

Gibt es Gedichte, Texte , die hr hier gern mal vorstellen wollt...



So das Wochenthema für diese 35. KW
Habe den Mut zu leben, denn sterben kann jeder (Frida Kahlo)

sahara
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Re: 35// Hilfreiche Literatur, Filme.... zum Thema PTBS und Folgen

Beitrag von sahara » Dienstag 29. August 2017, 11:26

Ich habe einige Literatur zu hause um nicht zusagen sehr viele.....
Gerade letzte Woche habe ich ein buch in den Händen gehabt. Geschrieben von Luise Reddemann und Cornelia Dehner Rau
" Trauma heilen Ein Übungsbuch für Körper und Seele"

Eine Freundin hatte es mir empfohlen, da dort sehr gut verständlich erklärt wird, wie sich die Traumakaskade entwickelt und mit welchen Folgeproblemen man zu tun hat.
Mein Leistungs-ich ist überzeugt davon , dass es doch irgendeine Lösung geben muss. Früher war Fachliteratur zu lesen für die beruflichen Dingen eine ganz wichtige Ressource. Seit es nicht mehr möglich ist dem Beruf nachzugehen, bin ich auf der Suche. Sind wir auf der Suche nach neuen Erkenntnissen.....
Lesen war seit frühester Kindheit eine Ressource. Durch Bücher wegbeamen.... . Nach Zusammenbruch meines Systems habe ich nicht mehr lesen können. Ich konnte plötzlich den Sinn nicht mehr erfassen, mich nicht mehr wegbeamen durch Romane. Die Konzentration reichte nicht aus. Ich wusste nach ein paar Seiten nicht mehr , was ich vorher gelesen hatte.
Außer Fachbücher... Die waren lange Zeit noch möglich.
Aber das nur am ´Rande , hat ja mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun.
Das letzte Buch wie gesagt, habe ich auch nur Auszugweise gelesen und war doch sehr ernüchtert. Sie schreibt halt all das auf, womit wir zu tun haben, gibt Hinweise zur Therapie. Dabei habe ich mich sehr wiedergefunden... DIE LÖSUNg.... gibt es nicht. Man beschäftigt sich nicht einmal mit den Themen und macht Exposition und dann ist es vorbei.
Sie schreibt auch über die Fallen, die unprofessionellen Therapeuten, auf die ich auch gestoßen bin. Sie beschreibt die Exposition als vordergründigste Therapie ohne entsprechende Hintergründe und Stabilität als NO GO . Das ist bei mir ja der Fall gewesen und hat mich komplett zusammen brechen lassen.
Ich kann immer nur wenig lesen, da ich sehr schnell aussteige.


Die Bücher von michaela Huber als Autorin und in Kombination mit PaulineC. Frei finde ich auch sehr sehr gut. Sie haben mich gerade zu beginn der Odysse "gerettet". Die Gedichte in dem Buch "Leiden hängt von der Entscheidung ab" haben mich sehr berührt.
Als damaliges "Lexikon" fand ich das Buch " Von der Dunkelheit zum Licht" von beiden Autorinnen für mich sehr hilfreich. Ich hab immer nur das gelesen , was ging bzw. was mich gerade so angesprochen hatte.
Es hat mir Mut gemacht nicht aufzugeben.

Auch andere Bücher waren hilfreich, für die Kleinen kleine Bücher von Didi Lindewald.

Mehr mag ich jetzt nicht schreiben... es gibt vieles, was hilft.

Filme zum Beispiel... Harry Potter .....
Habe den Mut zu leben, denn sterben kann jeder (Frida Kahlo)

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Re: 35// Hilfreiche Literatur, Filme.... zum Thema PTBS und Folgen

Beitrag von Fanti » Dienstag 29. August 2017, 12:09

Ich lese nichts zu solchen Themen. Ich weiß nicht, wieso, aber mich zieht es immer extremst runter. Und wenn ich dann noch die Erfolgsgeschichten lese, fühle ich mich wie eine Versagerin. Oder es triggert. Daher vermeide ich die Literatur. Ich google aber oft nach Begriffen, wenn ich was wissen will. Und den ICD kann ich mittlerweile auswendig :D
Mir ist die reine Theorie lieber, weil ich dadurch ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle habe. Es passiert nicht einfach was mit mir, sondern ich verstehe, wieso es passiert.

Bei Filmen ist es ähnlich. Ich schaue mir nichts an, worin es um solche Themen geht. Harry Potter mag ich sehr, mittlerweile ist es harte Kost, da ja Themen wie Mobbing und so vorkommen. Abgrenzung fällt mir schwer. Daher achte ich darauf, mit den Themen so wenig wie möglich in Berührung zu kommen.

Das einzige Buch, das ich empfehlen kann, idt "Mein Persönlichkeitsportrait". Da geht es um das eigene Ich, ab wann eine Persönlichkeitsstörung da ist, wie die sich äußert, was man an sich arbeiten kann, wie man mit z.B. Narzissten umgehen kann etc. Das Buch finde ich klasse.

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Re: 35// Hilfreiche Literatur, Filme.... zum Thema PTBS und Folgen

Beitrag von Edam » Dienstag 29. August 2017, 12:12

@ sahara: Meine Therapeutin arbeitet nach dem Prinzip von Luise Reddemann, das hat mir sehr geholfen und ich denke ihre Bücher sind empfehlendswert...Du hast ja selbst eins hier vorgestellt. :D

Ansonsten hat mir das Buch Sprache ohne Worte von Peter A. Levine sehr geholfen das Thema Trauma überhaupt zu begreifen und warum es solche schlimmen Folgen hat.


Darüber hinaus habe ich einige Bücher im schamanischen/buddhistisches Bereich gelesen, die sich mit dem Thema inneres Kind und Seelenheilung auseinander gesetzt haben, mir zB. hat das auch nochmal viel gebracht.(ist aber sicher nicht für jeden was, aber die Religionen setzen sich sehr mit solchen Themen auseinander)

indem Sinne
...out of order...

sahara
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Re: 35// Hilfreiche Literatur, Filme.... zum Thema PTBS und Folgen

Beitrag von sahara » Donnerstag 31. August 2017, 15:07

"Das innere Kind" Thema ist auch ein sehr weit gefächertes Feld. Es gibt da verschiedene Autoren, die sich mit dem Thema befassen.
Mir wurde damals das Buch " Kraftquelle inneres Kind" empfohlen,
Ein Hörbuch habe ich mal von Susanne Hühn gehört. Sie hat eine sehr angenehme Stimme.

Die Übungs-CD von Michaela Huber aus dem inneren Garten finde ich sehr gut. Und auch die zweite CD aus " Der geborgene Ort" ist sehr schön als Imaginationsanleitung. Ich schlafe oft mit dem mp3 Player ein und suche mir eine der Übungen passend zum Tag aus.

Was mir bzw. vielleicht auch meinem Mann fehlt, sind hilfreiche Bücher bzw. Texte für die Angehörigen oder Freunde. So in Kompaktform.
Er ist mit manchen Dingen überfordert, will aber auch nicht zu viel wissen. In einem Paargespräch mit der Therapeutin hat er mal seine Fragen dazu gestellt. Das war hart für beide Seiten.

Verschiedene Filme greifen das Thema ja mittlerweile auch auf. Ich habe mal einen Film über einen Afghanistanrückkehrer gesehen, der einen langen Weg ging, bis er erkannte , dass er traumatisiert ist und Hilfe braucht. Aber insgesamt findet das Thema komplexe PTBS nicht viel Öffentlichkeit.
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Re: 35// Hilfreiche Literatur, Filme.... zum Thema PTBS und Folgen

Beitrag von Edam » Donnerstag 31. August 2017, 18:06

Ich glaube das Thema ist so komplex, daß es kaum vernünftige Kurzfassungen zu gibt.

Hatte nicht mal ein Mitgleid von hier sogar ein Buch geschrieben, auch für Angehörige u.a.?
...out of order...

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Re: 35// Hilfreiche Literatur, Filme.... zum Thema PTBS und Folgen

Beitrag von fauna » Freitag 1. September 2017, 20:45

Der Klassiker "Trotz allem" von Ellen Bass und Laura Davis fand ich immer sehr hilfreich.

Die eine Autorin war eine der ersten Therapeutinnen, die sich auf die Therapie von betroffenen Frauen einliess, die andere ist selber Betroffene. Viele Betroffene kommen zu Wort, es werden viele Phasen beschrieben, viele Themen und Aspekte. Es gibt auch ein Kapitel für Angehörige.

Es war für mich ein Mut machendes Buch. Ich erinnere mich an eine Stelle, in der beschrieben ist, wie verzweifelt und schrecklich die vielen Rückfälle und Wechselbäder etc. während der Therapie sind. Da stand, dass eine Betroffene immer wieder andere Frauen getroffen hatte, die ihr im richtigen Moment beschrieben hatten, dass es das Beste sei in ihrem Leben, dass sie durchgehalten hätten. - Das hat mir Mut gemacht, selber durchzuhalten - bis jetzt! Und jetzt geht es mir gut, sehr gut sogar.

Ja, es war für mich wahrscheinlich das hilfreichste Buch von den zig Büchern, die ich gelesen habe.
Vielleicht kann ich zu etwas Neuem beitragen. Vielleicht kann ich mehr Energie aufbringen und mehr teilhaben. Vielleicht besitze ich mehr Kraft, als ich mir vorstelle.

Vertrauen ist eine Entscheidung!

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Re: 35// Hilfreiche Literatur, Filme.... zum Thema PTBS und Folgen

Beitrag von Dreg » Freitag 1. September 2017, 23:21

Früher war es auf jeden Fall Charles Bukowski.
Wenn man trockene Alkoholiker frägt, wollen die von dem gar nichts wissen,
Konnte mich mit dem gut identifizieren, aber nicht wegen seinem Alkoholkonsum, sondern als Ausgestoßener..
Damals hat mir auch Rolf Merkl geholfen.....
Wenn das Leben zur Last wird.....
Aber in der extremen Krise hat mir überhaupt keine Literatur mehr geholfen.
Zur Zeit versuche ich es mit Geschichte....
Habe mir jetzt das Buch " Der Spiegel" gekauft...der Spiegel, also die Zeitschrift...eine Zusammenfassung...von
1947 -2017.
Aber auch ich muss zugeben, dass ich mir immer wieder Selbsthilfebücher kaufe, sobald jemand sagt:" Das hilft !".
Aber ich schaffe es wirklich nicht sie zu lesen.
Auch Foren fand ich am Anfang sehr hilfreich..."da wird dir geholfen !", hier kann man dem Problem auf den Grund gehen.
Mittlerweile klinke ich mich aber auch aus, weil mir das alles zu deep wird...
Mich über Beziehungsorobleme, Depressionen oder finanzielle Probleme zu kümmern strengt mich einfach zu sehr an.....,
obwohl es mir auch am Anfang meiner Forenzeit ein Bedürfniss war über meine Probleme zu reden

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Re: 35// Hilfreiche Literatur, Filme.... zum Thema PTBS und Folgen

Beitrag von Lisi » Sonntag 3. September 2017, 07:13

Vielleicht nicht ganz passend zum Thema, dann gerne auch verschieben...
ich habe eine Doku gesehen, die sich mit "vererbten Traumata" beschäftigt.
Noch kann man sie online ansehen.

http://www.sendungverpasst.de/content/v ... aumafolgen

Interessant fand ich, das Nachkommen Albträume von den Erlebnissen ihrer Eltern/Großeltern haben können.
Möglich also, das sich selbst erlebte mit "Vererbten" mischen können.
Eine gute Erklärung über die Entstehung von Traumafolgestörungen und Auswirkungen auch allgemein.

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Re: 35// Hilfreiche Literatur, Filme.... zum Thema PTBS und Folgen

Beitrag von Edam » Sonntag 3. September 2017, 12:01

Ja...das soll es geben!

In meiner Familie wurde das Trauma seitends meiner Oma, daß sie durch den Krieg erlitten hat, eben weiter gegeben...sie hat bis heute enorme Angstzustände und wenn man damit groß wird und selbst noch eigene schwierige Lebenssituationen erlebt, dann ist das wie ein Pulverfaß auf dem man da hockt.(sogar Therapeuten können durch schlimme Details traumatisiert werden, wenn sie sich nicht genug auskennen und das Ganze zu nah an sich ran lassen dadurch)
...out of order...

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