36// Körperpflege und Körperwahrnehmung

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Im Wochenthema wird jede Woche ein bestimmtes Thema besprochen.
Dreg
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36// Körperpflege und Körperwahrnehmung

Beitrag von Dreg » Dienstag 29. August 2017, 22:53

Ach, ich eröffne hier mal das Thema.

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Fanti
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Re: 36// Körperpflege und Körperwahrnehmung

Beitrag von Fanti » Dienstag 29. August 2017, 22:55

Wir haben schon ein Wochenthema für diese Woche ;)
Kannst es aber gerne "aufheben" für nächste Woche? Oder als Vorschlag in die Liste eintragen?
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Re: 36// Körperpflege und Körperwahrnehmung

Beitrag von Dreg » Mittwoch 30. August 2017, 00:08

Stimmt, habe ich übersehen.Habe gedacht es wurde vergessen.Dann vielleicht näöchste Woche.Danke.

sahara
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Re: 36// Körperpflege und Körperwahrnehmung

Beitrag von sahara » Mittwoch 30. August 2017, 07:08

Ja. Nächste Woche dann dein Thema
Habe den Mut zu leben, denn sterben kann jeder (Frida Kahlo)

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Re: 36// Körperpflege und Körperwahrnehmung

Beitrag von sahara » Montag 4. September 2017, 13:36

Also diese Woche ist das Thema Körperpflege und Körperwahrnehmung dran

Welchen Bezug habt ihr zu eurem Körper?
Was bedeutet Selbstfürsorge hinsichtlich dieser Thematik?
Arzt und Vorsorgetermine, ist da möglich und was hilft vielleicht
Wie geht ihr mit sichtbaren Narben und Verletzungen um?
Stimmt eure Wahrnehmung zu eurem Körpergewicht ?
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Fanti
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Re: 36// Körperpflege und Körperwahrnehmung

Beitrag von Fanti » Montag 4. September 2017, 18:12

Körperhygiene ist mir sehr wichtig. Regelmäßiges Duschen, Zähneputzen, frische Kleidung....das geht in meinen depressivsten Zeiten (genauso wie Ordnung in der Wohnung). So fühle ich mich oft schon viel besser, wenn ich frisch geduscht in einem gutriechendem Schlafanzug stecke :)
Mein Körper ist wie der eines fetten Blauwals. Fett, wabbelig, hässlich. Ich mag ihn nicht. Aber ich habe schon gut abgenommen über eine lange Zeit, daher habe ich zumindest das Gefühl, dass ich mich aus dem Haus trauen kann.
(Was will man auch für ein positiveres Körpergefühl haben, wenn der Körper nur für den Stiefvater gut war...)

Arzttermine funktioniere ich gut durch, da habe ich selten Probleme. Nur bei meiner Frauenärztin habe ich immer Bauchweh, aber da geht niemand gerne hin, würde ich mal behaupten ;)
Sichtbare Narben oder Verletzungen habe ich nicht. Also nicht von Selbstverletzungen. Eher sowas wie eine Handschiene oder so, und das macht mir nichts aus.
Kleine Elefanten gibt´s eigentlich gar keine.
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Re: 36// Körperpflege und Körperwahrnehmung

Beitrag von sternenstaub » Montag 4. September 2017, 19:52

wir gehen mit dem körper recht gut um, wird aber nie unserer sein, fühlt sich an als ob wir da nicht reingehören, er war uns schon immer fremd/falsch. oft taucht hier auf das wir den wegmachen sollen, manchmal schon morgens wenn wir den im spiegel sehen.

finden leben ist wertvoll, egal wie es aussieht. das hat uns wohl zurückgehalten schlimmeres zu tun. in der kindheit gb es schon versuche den körper zu beseitigen.

gehen auch zum checkup, zähne sind in ordnung gehalten, wenn unerklärliche symtome kommen gehen wir auch zum arzt. bewegen uns gerne.

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Re: 36// Körperpflege und Körperwahrnehmung

Beitrag von Dreg » Montag 4. September 2017, 20:06

Na, ich weiss nicht, wann ich das letzte Mal in den Spiegel geschaut......ich kann das nicht.
Beim rasieren, aber dann auch nur auf den Hals.
Ich habe mein inneres Chaosm im Kopf.....weiss nicht wer ich bin, oder will mich auch nicht damit abfinden....
Körperhygiene....ich denke, ich würde mich total vernachlässigen, wenn ich nicht arbeiten würde.
Zähne putzen....fast nie, Zimmer aufräumen....es ist ein einziger Saustall....außer der Heizungsableser kommt...,
Duschen und Zähne putzen....zwangsläufig 2 - 3 Mal in der Woche vor dem arbeiten....ich habe mit Menschen zu tun.
Ich wohne hier seit ung... 14 Monaten....die Dusche habe ich gefühlt 3 Mal bbenutzt.
Kleider.....Socken zusammensuchen....wenn ich bloß die Energie hätte....manchmal laufe ich mit zwei verschiedenen Socken rum..
Wäsche.....Gott.....!
Meine ganze Energie hat sich in Spannung umgewandelt und Gedankenkreisen...
Wenn Arbeitskollegen zu Nahe kommen drehe ich durch....ich brauche immer Abstand....mit den Bewohnern vom Pflegeheim ist das anders....
Körpergefühl.....was wird damit gemeint..,ob man ihn schön findet.....oder der gesundheitliche Aspekt ?

Viele sagen ich bin zu dünn.....

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Re: 36// Körperpflege und Körperwahrnehmung

Beitrag von sahara » Donnerstag 7. September 2017, 13:54

Körpergefühl , ... ich fühle meinen Körper sehr sehr unterschiedlich, manchmal erscheint er mir viel zu dick und massig, dann wieder sehr fremd. Je nach Zustand habe ich das auch beim Bewegen. Mich an den Tisch setzen, da denke ich plötzlich, der ist viel zu hoch....
Ansehen tue ich mich nicht. Oder jedenfalls nicht bewusst. Im Spiegel schaue ich mich beim Zähne putzen an und denke , bin ich das???
Muss ja wohl. Vom Gewicht ganz zu schweigen. Der rationelle Verstand sagt, dass es ok ist und ich aufpassen muss, den Körper nicht hungern zu lassen. Essen wird oft vergessen, die Zeit rinnt so dahin. Dem Körper gesunde Nahrung geben, also nicht nur Süßes, wie es an manchen tagen ist.
Daran arbeite ich noch. Es läuft mal so und mal so....
Zu Ärzten gehe ich nur, wenn gar nichts mehr geht. Dann aber schon. Ich muss regelmäßig zur Urologin, das fällt schwer ,ist aber notwendig.
Bei der Hausärztin war ich schon ewig nicht. Gab vielleicht auch keine Veranlassung. Zahnarztbesuch plane ich immer nach dem Kontrolltermin wieder. So habe ich einen festen neuen Termin und kann mich nicht drücken. Die Zahnärztin ist eine Bekannte. Also da geht das.
Gynäkologentermin ist schwer, aber wird dann doch gemacht, irgendwie denke ich , das ich da auch Normalität haben möchte. Leider ist das Spüren dann nicht möglich , eher Robotmodus. Na ja, die Vorsorge geht ja auch ohne Körpergefühl.
Duschen tue ich täglich, früher mehrmals . Jetzt am Abend oft sehr heiß und lange. Es war lange Zeit ein guter Skill. Die Wassertemperatur kann ich oft nicht genug wahrnehmen. Ich "koche" gerne.
Mein Mann hat mir ein Badethermometer zur Sicherheit geholt. Damit es nicht gefährlich wird.
Mittlerweile kann ich mein Körpergefühl positiv durch den Besuch unserer Sauna verbessern. Da kann ich mich spüren. Das ist schön. Für einen Moment Leben fühlen.
Ich habe oft keinen Zugang zu meinem Körper. Er ist da, das muss reichen.
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Re: 36// Körperpflege und Körperwahrnehmung

Beitrag von Edam » Donnerstag 7. September 2017, 19:31

Schwieriges Thema...Körperbezug/wahrnehmung ist bie mir echt schwierig.Solange er funktioniert, ist alles ok, Arzttermine mit Untersuchung der blanke Horror und drück ich mich meist vor...zum Glück bin ich körperlich ganz selten krank.

Vor allem, wenn meine inneren jungen Anteile mal zu sehr in den Vordergrund rutschen, dann fühlt sich vieles sehr fremd an, vor allem die Proportionen sind dann oft befremdlich, meist passiert mir das in Therapiestunden, wenn wir von früher reden.
Wende Dich der Sonne zu, damit die Schatten hinter Dich fallen.

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Re: 36// Körperpflege und Körperwahrnehmung

Beitrag von Fanti » Samstag 9. September 2017, 23:21

In der RPK sind wir mittags in der Essenshalle um die 100 Menschen. 30 aus der RPK - Abteilung, die anderen aus den Bereichen der Behindertenabteilungen (also psychisch "be - hindert", nicht mehr für den Arbeitsmarkt, betreutes Wohnen, aber so Schraubendrehen machen sie).
In beiden Abteilungen gibt es Menschen, die sehr ungepflegt sind. Man riecht sie, wenn sie einen Tisch weiter sitzen. Die Klamotten sind dreckig oder kaputt. Oder Beides. Haare ungemacht.
Das kommt nicht aus der Depression heraus, sondern weil Selbstfürsorge und Selbstmanagement nicht klappt.
Und mich schreckt das ab. Es triggert meinen Stiefvater an, und daher ekelt mich sowas auch total. Da geht essen nicht, wenn einer im Blickfeld sitzt, der stark riecht und das Essen ausspuckt oder so.
Ich bin dann einfach dankbar, dass ich Körperhygiene selber kann. Auch in depressivsten Zeiten, weil mir das ein Gefühl dafür gibt, wie "gut" ich es eigentlich noch habe, trotz des Traumas und so. Meine Diagnosen sind so therapierbar, dass ich noch arbeiten kann, und alleine wohnen kann und mich auch selbst versorgen kann.
Das fiel mir gerade zur Körperhygiene ein.
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Re: 36// Körperpflege und Körperwahrnehmung

Beitrag von Tafel » Sonntag 10. September 2017, 08:40

Für mich ist das ein schwieriges Thema, obwohl ich die Körperpflege immerhin soweit hinbekomme, dass ich nicht komplett ungepflegt wirke. Ich fände es eine Zumutung für meine Kolleg*innen und die von mir betreuten Kinder, wenn ich ungewaschen riechen würde. Ich dusche nicht jeden Tag, zum einen aus Zeitgründen (wobei ich mich gerade frage, ob das nicht doch auch eine Frage des Wollens ist), zum anderen löst Duschen bei mir Angst und Traurigkeit aus. Ich fasse mich nicht gerne selber an, was ich beim Duschen ja muss. Haarewaschen und Zähneputzen ist einfacher, vielleicht, weil es nur einen Teil des Körpers betrifft und schneller erledigt ist.

Ich mag meinen Körper nicht, ich finde mich zu dick (ich bin auch leicht übergewichtig) und häßlich. Manchmal kann ich einzelne Körperteile nicht so richtig spüren und habe den Eindruck, dass ich mich nur über den Verstand wahrnehme, weil ich weiß, dass da ein Bein, ein Fuß, ein Unterschenkel ist. Ich versuche einigermaßen regelmäßig Achtsamkeitsmeditationen zu machen, da merke ich, wie schwierig es für mich ist, meinen Körper wirklich zu spüren.

Immerhin schaffe ich es meistens, für qualitativ hochwertiges Essen zu sorgen. Interessanterweise geht es da dann aber nicht in erster Linie darum, mich gut versorgen, sondern Natur und Umwelt zu schützen. Wobei es mir beim Essen auch um Geschmack geht. Ich esse gerne und probiere gerne neue Dinge aus.

Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig einzuhalten fällt mir schwer. Zum Zahnarzt schaffe ich es meistens nur einmal im Jahr, meistens erst kurz vor Weihnachten, obwohl meine Zahnärztin sehr nett und zugewandt ist. Frauenarzt lasse ich leider auch oft schleifen, ich nehme dieses Thema mal als Anschubs, mich um einen Termin bei meiner Gynäkologin zu kümmern.

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Re: 36// Körperpflege und Körperwahrnehmung

Beitrag von Fanti » Sonntag 10. September 2017, 11:12

Es ist gar nicht gesund, jeden Tag zu duschen. Das tut der Haut nicht gut, und den Haaren auch nicht.
Ich selber dusche meistens alle 2 Tage. Und ziehe keine Kleidung zwei mal an, wenn ich geschwitzt habe. Das erzeugt nämlich den strengen Geruch. Jeden Tag frische Unterwäsche ist für mich sehr wichtig, ich fühle mich sonst total eklig.
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Re: 36// Körperpflege und Körperwahrnehmung

Beitrag von sahara » Sonntag 10. September 2017, 13:26

Ja. Wäschewechsel ist wichtig. Ich bin sehr geruchsempfindlich. Manchmal muss ich zweimal am Tag die Tshirts wechseln. Gerade nach einem schweren Termin.
Das duschen gehen hat für mich eine Skill Funktion. Da hab ich bisher noch nichts anderes gefunden. Die Haut litt unter dem mehrfach duschen. Jetzt mit ein ganz selten zweimal duschen ist es ok.
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Re: 36// Körperpflege und Körperwahrnehmung

Beitrag von Tafel » Sonntag 10. September 2017, 16:18

Täglich frische Unterwäsche ist für mich extrem wichtig. Der Haupttäter hat seine Kleidung selten gewechselt und es mit der restlichen Körperhygiene auch nicht so genau genommen. Körpergeruch und schmuddelige Unterwäsche sind starke Trigger (immer noch).

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