43//Wichtige Begegnungen

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fauna
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43//Wichtige Begegnungen

Beitrag von fauna » Montag 23. Oktober 2017, 21:29

Gibt es auf eurem Weg Begegnungen, die euch nachhaltig beeinflusst haben oder die nachhaltig zu Ressourcen wurden?
Wenn ja, welche?

Begegnungen mit Menschen, Situationen, Gegenden, Naturphänomenen, mit euch selber oder Seiten/Anteilen von euch selber, die euch positiv berührt haben oder deren Bedeutung ihr ev. erst später erkannt habt.

Liebe Grüsse
Fauna
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Edam
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Re: 43//Wichtige Begegnungen

Beitrag von Edam » Dienstag 24. Oktober 2017, 12:10

Ich hatte das große Glück bei all den Problemen, Chaos und wirklich schlimmen Zeiten, daß ich immer wieder auch auf Menschen getroffen bin, die mir in der schweren Zeit zur Seite standen und ohne die ich ansonsten hier nicht mehr sitzen würde.

(das waren oft diverse Beratungsstellen und erst zum Schluß/nach Jahren auch gute Therapeuten u. Psychiater...immerhin hat da meine Menschenkenntnis und auch Überlebenswillens dann doch noch gut funktioniert, nachdem ich erstmal genug schlechte Fachleute durch gehen mußte und ohne das Abfangen durch die Beratungsstellen über die Jahre wäre sicherlich vieles richtig schlimm gelaufen)
Zuletzt geändert von Edam am Mittwoch 25. Oktober 2017, 11:19, insgesamt 1-mal geändert.
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sternenstaub
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Re: 43//Wichtige Begegnungen

Beitrag von sternenstaub » Dienstag 24. Oktober 2017, 20:38

Unser toter Opa in Träumen, den haben wir lebend nicht mehr kennengelernt. Unser Hund als Kind / Jugendlicher. Unter den lebenden Menschen war nichts brauchbares vorhanden. Unser Hund und Katze die wir heute bei uns haben. Wenige gute Freund/e/innen, allerdings einige dabei sich selbst zugrunde zu richten, oft mit ähnlichem Hintergrund wie wir. Einige leben nicht mehr, waren trotzdem gute verlässliche Begegnungen mit gegenseitiger Unterstützung in Not.

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Re: 43//Wichtige Begegnungen

Beitrag von Edam » Mittwoch 25. Oktober 2017, 11:27

Ich würde auch noch gerne hinzufügen, daß es eigentlich auch immer meine Haustiere waren, die mich über all die Zeit gebracht haben. :D

Und letztendlich auch der erste richtige Kontakt zu den Innenanteilen ein gesunder Anteil war, der mir strahlend entgegen kam und den ich nie vergessen werde...der war absolut intakt, voller Lebensfreude und mit allem im Reinen.(es war gut ihn dirket am Anfang zu treffen, um später all die kaputten, verletzten und verzweifelten Innenanteile aushalten zu können)

(Ps. Ich hatte auch diverse Jenseitskontakt über ein Medium in diesem Jahr, die mir wirklich geholfen haben vieles von früher und heute aufzuarbeiten...ich persönlich glaube an ein Leben nachdem Tod und es hat mir sehr geholfen das alles nicht als Strafe zu sehen, sondern um zu wachsen an den Aufgaben und es hat mir sehr geholfen mich selbst anzunehmen und zu lieben.Weiß aber, daß das nichts für jeden ist.) ;)
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Re: 43//Wichtige Begegnungen

Beitrag von rainbow13 » Freitag 27. Oktober 2017, 21:27

Wenn ich genau hinschaue, kann ich viele Dinge aufzählen, manchmal sind es die kleinen Dinge, ein Lächeln eines Kindes, eine Geste eines Mitmenschen, ein innerer Anteil, den ich entdeckte, eine Stimmung in der Natur, ein neuer Ort, den ich draussen entdeckte, etwas, das ich gelernt habe, eine neue Strategie, ein Film, alles, was mir Hoffnung geben kann.

Besonders prägend war für mich der Moment, in dem ich mein Kraftmonster in mir entdeckt habe. Erst bin ich unglaublich erschrocken und hatte Angst vor diesem Mönsterchen und dann habe ich gemerkt, dass es mich antreibt. Dass es mir die Kraft geben kann, weiterzumachen. Ich habe mir dann immer vorgestellt, ich kann es an der Hand nehmen und wir gehen zusammen weiter, ich war nicht mehr alleine mit all dem. Wenn ich an diesen Moment denke, sprüht wieder die Hoffnung hoch, die ich damals gefühlt habe - das ist ein schönes Gefühl.
Liebe Grüsse
rainbow

N'arrête jamais de croire en l'espoir,
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fauna
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Re: 43//Wichtige Begegnungen

Beitrag von fauna » Samstag 28. Oktober 2017, 12:33

Hallo zusammen

Herzlichen Dank für eure Antworten.

Einige Stellen haben mich sehr berührt:
Edam hat geschrieben:
Dienstag 24. Oktober 2017, 12:10
Ich hatte das große Glück bei all den Problemen, Chaos und wirklich schlimmen Zeiten, daß ich immer wieder auch auf Menschen getroffen bin, die mir in der schweren Zeit zur Seite standen und ohne die ich ansonsten hier nicht mehr sitzen würde.
Ich freue mich sehr, lieber Edam, dass du diesen Menschen begegnen durftest. Hier erkenne ich mich auch:
...immerhin hat da meine Menschenkenntnis und auch Überlebenswillens dann doch noch gut funktioniert...
Mir geht es da sehr ähnlich. An der ersten Beratungsstelle, erlebte ich völlig schräge Sachen ("Ich glaube sie sind verpsychologisiert.") Aber aus der Rückschau merke ich, dass ich wohl überall etwas mitgekriegt habe. Einige Fachpersonen haben mich nachhaltig beeinflusst - und zwar im besten Sinne.
sternenstaub hat geschrieben:
Dienstag 24. Oktober 2017, 20:38
Unser Hund als Kind / Jugendlicher.
Ich freue mich, dass da wenigstens ein treuer Freund da war.
sternenstaub hat geschrieben:
Dienstag 24. Oktober 2017, 20:38
Unter den lebenden Menschen war nichts brauchbares vorhanden.
Das löst tiefe Trauer aus.
Hat der tote Opa eine spezielle Bedeutung?
Edam hat geschrieben:
Mittwoch 25. Oktober 2017, 11:27
Und letztendlich auch der erste richtige Kontakt zu den Innenanteilen ein gesunder Anteil war, der mir strahlend entgegen kam und den ich nie vergessen werde...der war absolut intakt, voller Lebensfreude und mit allem im Reinen.(
Oh... das freut mich sehr! Liest sich sehr berührend! :)
rainbow13 hat geschrieben:
Freitag 27. Oktober 2017, 21:27
Wenn ich an diesen Moment denke, sprüht wieder die Hoffnung hoch, die ich damals gefühlt habe - das ist ein schönes Gefühl.
Oh, schön! - Ja, es gibt Situationen und Erfahrungen, die geben mir auch immer wieder sehr viel Energie und Kraft für den Alltag. Gerade auch aus der Natur habe ich viele Bilder gespeichert, die wunderschöne Gefühle in mir auslösen. Die meisten haben viel mit Weite und Freiheit, mit Licht und Farben, auch mit Stimmungen zu tun.

Danke euch allen für eure Antworten und das Einlassen auf meine Frage.
Liebe Grüsse
Fauna
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Re: 43//Wichtige Begegnungen

Beitrag von fauna » Samstag 28. Oktober 2017, 12:51

Ja, nun möchte ich meine eigene Frage auch beantworten:

Gibt es auf eurem Weg Begegnungen, die euch nachhaltig beeinflusst haben oder die nachhaltig zu Ressourcen wurden?
Wenn ja, welche?

Ich hatte in der 3. und 4. Klasse eine Lehrerin. Ich habe sie geliebt. Es war einfach ihre Art, die mir sehr gefiel.
Im übrigen war es in meiner Kindheit auch vor allem die Begegnung mit der Natur, die mir sehr viele positive Gefühle schenkte: Plätze an Bächen, ein ganz spezieller unter Birken mit Blick auf die Berge.

Dann war es vor allem mit 19 mein Mann. Eigentlich war er nicht mein Typ, eher ein wenig scheu. Aber er war so süss in seiner Art: aufmerksam und er wollte einfach ein guter Freund sein. Einmal kam ich in die Kontrolle im Bus und musste nachbezahlen. Ich war völlig ausgerastet und stürzte in einen ganz schlimmen Zustand ab. Er blieb einfach, stundenlang, die ganze Nacht. Ich schrie in an, er soll abhauen, ich wolle nur noch sterben. Aber er nahm mich einfach in die Arme und meinte: in diesem Zustand würde ich keinen Menschen allein lassen und ganz sicher nicht dich, die ich liebe. - Da konnte ich zum ersten Mal weinen. Es schüttelte mich völlig. Und ich wusste: Der ist absolut in Ordnung. - Wir sind immer noch zusammen. Es war aber nicht immer einfach. Doch wir haben es zu einer guten, tragfähigen Beziehung geschafft.

Mit 30 erlebte ich an einer Weiterbildungsveranstaltung einen Kursleiter, der einfach echt war und sich nicht gut darstellen musste. Bei ihm lernte ich später Supervision und NLP kennen. Beides hat mich nachhaltig beeinflusst. Dadurch lernte ich auch einen Therapeuten kennen, der Ausbildung in systemischem Coaching und NLP macht/e. Noch jetzt arbeite ich alle paar Wochen oder Monate mit ihm. Er hat eine unglaubliche Art mit Menschen umzugehen und Ressourcen in ihnen zu aktivieren. Er hat auch die Fähigkeit, Zeit zu geben. Sein enormes Wissen und seine Erfahrung mit traumatisierten Menschen durfte ich als Klientin und als Auszubildende erleben und davon profitieren.

Ebenfalls eine sehr wichtige Begegnung war der Jesuit und Zen-Meister Niklaus Brantschen für mich. Seine strahlenden Augen begleiten mich noch immer, obwohl ich ihn schon seit rund 30 Jahren nicht mehr direkt begegnet bin.

Auch Begegnungen in Büchern waren für mich wichtig. Menschen, die ihr Leben beschrieben haben, haben mich sehr häufig berührt und mir Wege gezeigt und Mut gemacht.

Im übrigen geht es mir ähnlich wie dir Edam. Ich traf immer wieder auf die richtige Person am richtigen Ort. Manchmal waren es auch unangenehme Erlebnisse. Gerade vor ein paar Wochen habe ich mich auf ein Strategiecoaching eingelassen und war eben dabei, einen Vertrag abzuschliessen. Da war plötzlich der Coach, mit dem ich nach zwei Gesprächen ein weiteres vereinbart hatte (von ihr angeregt) weg und ich bekam von der Firma die Information, sie habe aus familiären Gründen aufgehört zu arbeiten. (innerhalb von 4 Tagen....) Es wurde mir ein Gespräch mit einer anderen Frau angeboten. Ich war immer noch drauf und dran, ein Angebot zu buchen, machte aber noch die Bemerkung, dass mich das irritiere, dass die Vorgängerin so kurzfristig weg sei. Ich bekam die Antwort, dass die Frau halt ein anderes berufliches Angebot bekommen habe. Nun war ich völlig irritiert und äusserte das auch. Die Frau wurde nun genervt und meinte, was ich eigentlich wolle. - Ich wollte nichts mehr.... - Aus der Rückschau kann ich aber erkennen, dass ich einiges gelernt habe und vor finanziellem Misserfolg plus Einschlagen einer falschen Richtung bewahrt wurde. - Eine wichtige Begegnung mit einer unverschämten Frau!
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Re: 43//Wichtige Begegnungen

Beitrag von anta6on » Samstag 28. Oktober 2017, 13:50

Liebe Fauna und alle die sich hier gerade einbringen,

ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich es total essentiell erlebe, mir immer wieder bewusst zu machen, dass ich Begegnungen mit Menschen erlebt habe und aktuell erlebe, die mich aufgebaut und ermutigt haben. Die Tendenz negative Erlebnisse zu fokussieren und die Befürchtungen, dass diese sich ähnlich wiederholen könnten, ist nach wie vor groß und es gibt noch immer harte, dunkle Phasen.

Ich akzeptiere diesen Teil von mir und halte dem immer wieder bewusst entgegen, dass ich in der Vergangenheit und heute - jetzt - von Menschen umgeben bin, die mir weder was antun wollen noch mir in anderer indirekter Weise schaden, ganz im Gegenteil, da gab und gibt es immer wieder Menschen, durch die ich mich im Leben aufgehoben fühle, die ihre eigenen Erfahrungen mitteilen, wodurch ich mich bereichert fühle, die Einfühlungsvermögen besitzen, die ähnliche Wünsche für die Welt und das Leben aussprechen und durch die ich viel von mir selber und den anderen gelernt habe.

Die Fachhochschule an der ich jetzt bin, befindet sich zwar in einer kleinen Ortschaft aber die Leute die dort arbeiten und auch viele der Studierenden sind sehr weltoffene, vielseitige Menschen. Die kommen aus aller Welt und ihnen ist eine ausgewogene Co-Existenz wichtig. Es geht nicht darum, dass jeder jeden total lieb hat, es geht um respektvollen, offenen und kollegialen Umgang miteinaner. Es wird an dieser Schule von den Lehrenden ganz klar deklariert, dass sie eine kollegiale und kooperative Haltung an der FH pflegen und im Grunde laden sie die Studierenden dazu ein, sich darauf einzulassen, was auch mehr Selbstbestimmung, sowie Verantwortung mit sich bringt.
Es fällt auf, dass im Kollegium der Lehrenden zu einem großen Teil Vertrauen in die Kompetenzen des/der jeweils anderen herrscht, denn die haben sehr viele Freiheiten den Unterricht fächerübergreifend zu gestalten und laden mal KollegInnen ein, weil sie auf Basis Wertschätzung handeln. Das ist gar nicht wie eine klassische Ausbildung mit Frontalunterricht. Die machen das alle gern und es gibt keine unterschwelligen oder gar direkten Unterdrückungsmechanismen. Ich bin als Studierende ganz klar dazu eingelade, schon fast aufgefordert, zu wiedersprechen oder etwas einzubringen, wenn ich das situativ möchte und es fühlt sich niemand vor den Kopf gestoßen, sondern es herrscht Offfenheit, regelrechte Neugierde darüber zu diskutieren.
Natürlich sind das alles Menschen und es gibt auch Differenzen, die manchmal deutlicher, manchmal unsichtbarer ausgetragen werden - wo nicht?! - das finde ich besser, als wie wenn alle wie die heilige Kühe rumlaufen und behaupten ihre Blase sei der beste Ort der Welt.

Das was ich an meiner Situation und den damit verbundenen Begegnungen gerade so großartig finde ist dieser Wille, trotz Unterschiedlichkeiten und auch wenn die Bedürfnisse aller Beteiligten nicht optimal aufgefangen werden, so gut es eben möglich ist, eine Einigungskultur zu pflegen und die Integrität eines jeden/er zu respektieren. Das ist nicht einfach, weil das eigentlich nicht unsere gesellschaftliche Kultur ist. Das muss bewusst so entschieden und von jedem/er Beteiligten/er mitgestaltet werden.

So beschissen meine Situation an meinem letzten Arbeitsplatz war, wo das Betriebklima die Hölle war und im Grunde nur Krieg geherrscht hat - die Gewalttätigkeit und die Missgunst im Kollegium war enorm und hat ausnahmslos alle dort real krank gemacht - hat mir das vor Augen geführt, dass ich unter solchen Umständen nicht weiter machen kann und ich war aufgefordert, mir wirklich bewusst zu machen, was ich denn eigentlich möchte, ich musste das tatsächlich einmal für mich artikulieren können - welche Form des Zusammenlebens, den Zusammenarbeitens wünsche ich mir.

Darin haben mich auch ein paar Leute begleitet, an meiner vorherigen Uni. In einer Vorlesung über Technikethik war eine der zentralsten Fragestellungen immer wieder, wie uns Co-Existenz bei all den Unterschieden, die wir Menschen haben, gelingen kann. Es hat mich bestärkt, mit anderen gemeinsam über solche Fragen laut nachzudenken und es lässt sich für mich auf so viele Lebensbereiche anwenden. Dann gerät die Frage, ob ich mit meinen PTBS-Symptomen gesellschaftsfähig bin, in den Hintergrund, denn dann bin ich eine von vielen mit eigenen Bedürfnissen und Unterscheidungen zu anderen - ich fühle mich dann viel handlungs- und entscheidungsfähiger. Dafür brauche ich aber auch positive Begegnungen, wie im Grunde jeder mensch sie braucht.

Liebe Grüße,
antagon

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sternenstaub
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Re: 43//Wichtige Begegnungen

Beitrag von sternenstaub » Sonntag 29. Oktober 2017, 10:54

Das löst tiefe Trauer aus.
Hat der tote Opa eine spezielle Bedeutung?
nein, eigentlich garkeine, bis auf das der kopf aus nichts etwas versucht zu machen, um überhaupt etwas zu haben.
meine brüder waren bei diesem uropa und seiner frau einmal zu besuch. sie haben davon geschwärmt wie toll es bei uroma und uropa war. und wir haben uns ein foto von dem uropa gemerkt, uns gesagt er hat leben bis zum schluß geschaft, dass schafst du auch.

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fauna
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Re: 43//Wichtige Begegnungen

Beitrag von fauna » Sonntag 29. Oktober 2017, 11:29

Hallo Sternenstaub
sternenstaub hat geschrieben:
Sonntag 29. Oktober 2017, 10:54
wir haben uns ein foto von dem uropa gemerkt, uns gesagt er hat leben bis zum schluß geschaft, dass schafst du auch.
Ich wünsche, dass das euch stärkt!
Vielleicht kann ich zu etwas Neuem beitragen. Vielleicht kann ich mehr Energie aufbringen und mehr teilhaben. Vielleicht besitze ich mehr Kraft, als ich mir vorstelle.

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Re: 43//Wichtige Begegnungen

Beitrag von sternenstaub » Sonntag 29. Oktober 2017, 18:12

heute eher nicht mehr, vielleicht ein müdes lächeln für den damals verzweifelten versuch leben zu erhalten. wir sind ja garnicht mehr soweit vom schluß entfernt, hoffen dass die noch bleibenden jahre etwas lebenswerter werden. uns fehlt einfach zuviel zeit, gefühlt tage, wochen oder gar jahre. in unserem leben waren wir wohl nie heimisch.

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Re: 43//Wichtige Begegnungen

Beitrag von Dreg » Sonntag 29. Oktober 2017, 20:08

Leider kann ich nicht viel sagen.
Wichtige Begegnungen, gute Entscheidungen bedeutet ja, dass man mit seinem jetzt zufrieden ist.
Begegnungen, die einen zu einem positiveren Denken führten oder zu einer besseren Lebenseinstellung ? Leider nein.
Doch trotz allem, bin ich froh, dass ich so einige Menschen kennenlernen durfte....die keine Intriganten waren und auch soziale Fertigkeiten besaßen.Über katastrophale Begegnungen könnte ich mehr erzählen.

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