Neurofeedback - Ergotherapie - neuropsychologische Therapie

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Irgendwer

Neurofeedback - Ergotherapie - neuropsychologische Therapie

Beitrag von Irgendwer » Montag 4. März 2019, 00:39

Weil's in keinem Forum oder sonstwo thematisiert wird:

Neurofeedback.
Ergotherapie.
Neuropsychologische (Trauma)therapie.

Dies alles ist sehr sinnvoll und auch als Kassenpatient ist es alles zu bekommen. Trotzdem ist das selbst bei Ärzten, Fachärzten, Therapeuten und anderen Professionen und bei Hausärzten bis heute wenig bis gar nicht bekannt. In vielen Kliniken hat man nie was davon gehört und setzt dort immer noch auf altbackene Therapiemethoden wie konzentrative Bewegungstherapie und Musiktherapie.

Die Ergotherapeuten, die auf Neurofeedback spezialisiert sind, freuen sich über jedes Rezept, das reinkommt. Und die Patienten, die in den Genuß dieser wirklich guten Therapiemethoden kommen, freuen sich noch mehr.

Man sollte seinen Therapeuten und Ärzten da wirklich auf die Füße treten und das verlangen, ansprechen, bei Therapieanfragen deutlich machen, dass man moderne Therapieformen haben will und dies einfordern. Sei's nun, dass man DBT wünscht, dass man Schematherapiekenntnisse verlangt, EMDR, NET oder IRRT.

PTBS ist kein Spaß und wer keine moderne Traumatherapie bekommt, wenn er die braucht, ist ein armer Mensch.

Auf Youtube findet man unter ptsd documentary ein Video, in dem gezeigt wird, was bei der PTBS im Gehirn passiert. Dort zeigen die ab ca. Minute 3.58 einen Flashback im Gehirn in einer Computeranimation. Jeder Arzt, jeder Patient, jeder Therapeut und jeder Angehörige oder Freund von Betroffenen sollte das mal gesehen haben.

Alles hier Geschriebene gilt auch für die Mehrzahl der Borderline-Patienten, der Patienten mit dissoziativer Störung und DIS.

Außerdem gibt's viele interessante Medien käuflich zu erwerben beim Internetshop Auditorium Netzwerk. Das ist jetzt keine Schleichwerbung, sondern dort kaufen Therapeuten auch ihre Ausbildungs- und Fortbildungsmaterialien. Dort findet man sehr viel über neuropsychologische Therapien, über die Kritik an bisherigen Therapiemethoden, es gibt viel zu Trauma, zu DIS und zu Ego-State-Therapie, sowie zu EMDR und wie es wirkt.

Die Therapie, die Traumatherapie und die Psychotherapie ist viel weiter, z.B. in den USA und in den Niederlanden sind die schon seit 20 Jahren viel weiter als wir hier. Auf englischsprachigen Seiten findet man sehr viel.

Man findet zu all diesen Themen im Internet genug Infos bzw. kann an anderer Stelle weiterrecherchieren. Wenn man sich mit diesen Themen auseinandersetzen will, dann wird man hier einen guten Einstieg bekommen und dann auch weiterkommen.

Es ist wichtig, dass solche Videos auch an den letzten Hinterwäldler-Arzt und Wald-und-Wiesentherapeuten weitergereicht werden, damit wir in Deutschland endlich mal weiterkommen. Der ganze deutschsprachige Raum ist noch immer Trauma-Entwicklungsland. In der Schweiz sieht es besser aus, aber ansonsten nicht.

Was ich auch total mies finde, ist, dass in den Niederlanden und in Schweden die Online-Therapie längst zur Regelversorgung gehört und wir in Deutschland das nicht haben, obwohl es funktioniert.

Die meisten Therapeuten und Ärzte sind ziemlich schlecht hier und erzählen fast alle nur halbgares Zeug und wissen oft nur gefährliche Halbwahrheiten. In Foren wird dieser Quatsch dann oft noch weitergetragen und so wieder ein völlig falsches Bild von bestimmten Erkrankungen und auch von den Behandlungsmöglichkeiten gezeichnet, was die Leute in die Irre führt.

Oft bietet auch die chemische Keule bzw. viele pflanzliche und homöopathische Behandlung noch einen möglichen Zuwachs bei der Behandlungsqualität, was aber auch oft nicht eingesetzt wird, stattdessen wird weiter auf Gespräche gesetzt, die längst nix mehr bringen oder nie was gebracht haben.

Man muss auf sich aufpassen, wenn man im Psy-Sektor unterwegs ist, man sollte sich nicht alles andrehen lassen und auch bei Behandlern in der Form unbequem sein, dass man eben immer wieder auf modernere Weiterbildung besteht und seinem Therapeuten auch klipp und klar sagt, was man von ihm erwartet.

Leute, die nicht bereit sind, sich wirklich qualifiziert und modern weiterzubilden und immer auf ihre Erfahrung verweisen, würde ich einfach sitzen lassen, aufstehen und gehen, denn dann ist man allein besser dran.

Die Bücher von Claudia Cross-Müller und Julia Heller mit den lustigen Schaf und dem Kängeru sind auch tolle Begleiter für Menschen mit komplelxer PTBS, dissoziativen Störungen und inneren Kindern bzw. Anteilen.

Wie gesagt: Tipps zur Selbsthilfe und zur besseren Behandlung. Ich habe keine kommerziellen Absichten, hab' nix mit den Verlagen oder sonstwas zu tun. Ich gebe nur weiter, was mich weitergebracht hat. Ich will 'ne moderne Psy-Medizin, die entlang vom Gehirn behandelt und nicht gegen das Gehirn. Dh auch, dass Ablenken und Ausblenden im Sinne der Traumatherapie wichtig und richtig ist. Das ist keine Verdrängung und nix Schädliches, sondern ein Muss für PTBS-Patienten. Ich bin gegen alles Zerdenken und Aufwühlen, alles in Frage stellen und reflektieren ist Käse, der nur kaputt macht und nix bringt. Sport ist absolutes Muss für Trauma- und Borderline-Patienten, ebenso Meditation und viel Spaß haben. Eine traurige Therapie ist in meinen Augen ein Kunstfehler, denn die macht nicht glücklich, sondern noch unglücklicher. Man soll ja weg von der Verzweiflung und Schwere wieder hin zur Entspannung und zur Unbeschwertheit.
Das kriegt man nicht hin, indem man alles hochholt und drin wühlt, sondern indem man locker und los lässt, PMR trainiert und skillt. Und eines Tages, wenn man stabil genug ist, dann darf man mit guten Traumatherapie-Methoden auch wirklich in einer Art Schlüsselloch-Op die Traumata mal hochholen, im Gehirn neu verknüpfen und dann wieder los lassen. Mehr sollte es nicht sein. Alles Andere wäre ein Zuviel an Therapie, die mehr schadet als nutzt. Probleme sollten in einer guten Therapie gelöst und nicht größer gemacht werden. Es bringt nix, in epischer Breite zu erzählen, wie kaputt man ist, denn das Jammern macht nur noch mehr im Gehirn kaputt. Wichtig ist, dass man drüber wegkommen will und nach vorne schaut und nicht immer nur zurück und nur im Selbstmitleid badet, weil irgendwann irgendwer einem Böses angetan hat. Das kommt vor und die einen trifft es härter und andere nicht. Es ist ungerecht und auch das gehört zum Leben dazu. Man muss die fette Kröte schlucken, sonst steckt sie für immer im Hals fest und macht, dass man nie Luft kriegt.


Suizidgedanken?
Gleich bleiben lassen, weil es bringt gar nichts. Besser ist, sich konkret ein Problem nach dem anderen vorzunehmen und eine Lösung zu finden. Was an Emotionen da ist, lässt sich mit Skills, Meditation, Sport, Ablenkung, Stuktur, Lebensplanung und Führung und Medikation in den meisten Fällen über kurz oder lang abfangen und dann kann das normale Leben losgehen.

Man muss, wenn's einen erwischt hat, sein Leben nicht wegschmeißen, sondern man muss dran gehen, das eigene Leben wieder auf Vordermann zu bringen und vor allem sein Gehirn so behandeln lassen, dass es gesünder werden kann und dass die psychische, körperliche und mentale Verfassung wieder ok wird.

Das sind alles behandelbare Erkrankungen, wichtig ist, gute Behandler zu finden.

:-)

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